Deutsch

Mother, Deutsch

Manchmal ist weniger mehr. Für ein Jazz-Album von überbordender Musikalität, großem Melodienreichtum und subtilem Swing benötigt es bei „Mother“ nur zwei Beteiligte: Pianist Jacky Terrasson und Trompeter/Flügelhornist Stephane Belmondo. In einer ebenso intimen wie musikalisch hochkonzentrierten Session lassen sich die beiden voll und ganz ein auf ihr vielfältiges Songrepertoire aus den vielgehörten Standards „Lover Man” und “You Don’t Know What Love Is”, den Jazz-Klassikern „First Song” (Charlie Haden) und „In Your Own Sweet Way” (Dave Brubeck) und den französischen Chanson-Perlen „Que reste-t-il de nos amours“ (Charles Trenet) und „La chanson d’Helene“ (der herzzerreißend schönen, im Original von Romy Schneider gesungenen Titelmelodie des Films „Die Dinge des Lebens“). Selbst ein thematischer Ausreißer wie Stevie Wonders “You Are The Sunshine Of My Life” passt in der Interpretation von Terrasson und Belmondo hier ins ästhetische Gesamtkonzept.

Die von Terrasson und Belmondo komponierten bzw. in freier Improvisation entstandenen Titel zwischen all den Klassikern erhöhen den Spannungsbogen des Albums. Der Titeltrack „Mother“ ist eine wunderschön-melancholische Hymne mit Gänsehaut-Faktor, „Fun Keys“ bringt eine Dosis Funkyness ins Spiel, „Pic Saint-Loup“ eine kleine, wohldosierte Prise Free Jazz. Pianist Jacky Terrasson ist längst eine internationale Koryphäe, die man keinem Jazz-Freund mehr vorstellen muss. Stephane Belmondo, der in seiner französischen Heimat eine ähnliche Popularität genießt, wird dieses Duo-Album garantiert zahlreiche neue Fans bescheren.

Love for Chet (Deutsch)

loveforchet
Diese Geschichte fängt in den achtziger Jahren an, als Stéphane Belmondo, junger Mann mit seiner Trompete aus Südfrankreich, war fast jeden Tag in parisische Clubs. Ein Abend er im Palace spielte, ein Ort das jetzt zerstört worden ist, Chet Baker ist Teil des Publikums- wie Jazzer oft machen, das heißt mit einer Unschuldsmiene, fast geistesabwesend. Doch am Ende des Konzerts, Chet lad ihn ein, am nächsten Tag mit ihm auf der New Mornings Bühne zu spielen. Dort am nächsten Tag, stellt Chet ihn zu seinem Publikum vor, als der verheißungsvollste Trompeter Europas, bevor er ihn lange auf der Bühne spielen lässt. Nach diesem Treffen, dialogisierten lange die beiden auf der Bühne, in der Nacht, als Chet in Besuch in Paris war. Das wird nur mit dem tragischen Tod Chets enden, ein paar Monaten danach, in Amsterdam, 1988. Inzwischen war eine Beziehung unter denen geboren, eine Beziehung, die nicht mit Wörter, sondern nur mit Musik, ausgedrückt werden kann… Aus der Liebe, ja, wie die Liebe zwischen ein Vater und sein Sohn: das Album Love For Chet. Read More…